Sonntag, 29. November 2015

Ich lebe noch und mir geht es gut!! :)


Da ich nun durch Magenprobleme ausgebremst wurde, gibt es jetzt endlich mal wieder Neuigkeiten aus Kolumbien für euch, auf die einige schon lange gewartet haben.

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist in den letzten knapp zwei Monaten seit meinem Blogeintrag eine Menge passiert…

Es fängt damit an, dass der Familienausflug nicht, wie mir mein Gastbruder erzählte, an den Rio Claro ging, sondern zunächst in das Dorf Doradal, dass ungefähr einer Viertelstunde Autofahrt vom Rio Claro entfernt liegt. Dort befindet sich die „Hacienda Nápoles“, eine riesige Farm, die sich Pablo Escobar einst zu seinem Privatreich mit mehreren Herrschaftshäusern, einer Stierkampfarena (heute ein Museum über Kulturen und bekannte Menschen aus Afrika),  und exotischen Haustieren – darunter Elefanten, Zebras und Nilpferde, machte.
Afrikamuseum
 
ehemalige Stierkampfarena






 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Heute wimmelt es dort nur so von Besuchern, die sich die Tiere (mehr wie auf einer Safari als in einem Zoo) anschauen, eine Gedenkausstellung der Opfer Escobars besuchen, die zeigt mit welcher Gewalt die Herrschaft Pablo Escobars einherging und sich danach in einem Wasser-Erlebnis-Park abkühlen. Das letzte ist auch dringend nötig, da es an diesem Ort das ganze Jahr über unglaublich heiß ist und man nach mehreren Stunden Besichtigungen im Freien, das kühle Wasser wirklich genießen kann.


 
 
 
Ausstellung über die Zeit Escobars Herrschaft

 
Unser Ausflug fing morgens um 5.30Uhr an.
Während ich meinen Gasteltern half das Auto zu beladen und Sandwiches für den Weg vorzubereiten, schliefen meine beiden Gastbrüder noch und wurden erst kurz vor der Abfahrt mit Decken und Kissen aus dem Bett ins Auto getragen. Sebastián durfte es sich im Kofferraum bequem machen, während für Andrés die beiden Plätze auf der Rückbank ausreichten.
Gegen 9 Uhr kamen wir dann endlich in Doradal an und mussten noch weitere 2km über eine unbefestigte Straße bis zum Eingang des Parks fahren.
Wir verbrachten den ganzen Freitag in der „Hacienda“ und machten uns gegen 19Uhr auf den Weg nach Honda. Da mein Gastvater nur ungefähr den Weg wusste, davor aber nicht mehr genauer nachgeschaut hatte und die Internetverbindung ziemlich schlecht ist in dieser Gegend, mussten wir uns durchfragen und kamen dann gegen 22.30Uhr endlich in einem kleinen Hostel am Rand von Honda an. Wir hatten dort ein Zimmer mit einem Doppelbett, das allerdings nur geringfügig größer war als die beiden einzelnen, die außerdem noch im Zimmer waren. Ich bekam ein Einzelbett und meine Gastfamilie schob die anderen beiden Betten zusammen und machte es sich dort mehr oder weniger bequem.
Honda ist eine Stadt mit ungefähr 26.000 Einwohnern und liegt im Department Tolima. Die Stadt liegt an dem Fluss Rio Magdalena, der sowohl der berühmteste als auch der wichtigste Fluss Kolumbiens ist. Zeitweise war Honda der wichtigste Flusshafen des Landes, da der Fluss der einzige Transportweg zwischen der Karibikküste und Bogotá im Landesinneren war und dadurch alle Importgüter durch den Hafen von Honda kamen.

Doch da wir den ganzen Tag in dem Wasserpark „Agua Sol Alegría“ verbrachten, bekamen wir nicht sehr viel zu sehen von der Stadt. Trotzdem hatten wir viel Spaß in dem Wasserpark mit mehreren Rutschen, einem Wellenbad und einem Babybecken, in dem man sich wunderbar sonnen konnte.




mit Sebastián


 
 
 

 
 
Abends machte ich mit meinen Gasteltern noch einen kleinen Spaziergang, während es meine beiden Gastbrüder bevorzugten im Hostel fern zu schauen. Maru (meine Gastmutter) und ich aßen einen Obstsalat mit Eis und Käse (der uns hinterher noch ziemlich zu schaffen machte…) und unterhielten uns.

Am Sonntag wollten wir eigentlich noch in ein anderes Dorf, das auf dem Heimweg lag (von dem ich leider den Namen vergessen habe). Dort fließt ein Fluss vorbei, in dem wir baden wollten, doch da es die ganze Nacht geregnet hatte, war der Fluss ziemlich braun und wir waren sowieso alle müde von den letzten beiden Tagen. Außerdem ging es Andrés, Maru und mir nicht so gut, deswegen sind wir nur einmal durch das Dorf gefahren und haben uns danach auf den Heimweg gemacht.
Zwischenstopp auf dem Heimweg




 

 
 
 
 
 
 
 
 
 Es war vermutlich der Käse am Samstagabend, der Maru und mir den Magen verstimmte, sodass wir die nächsten Tage viel Zeit im Bett und auf dem Klo verbrachten und ich nur vormittags zur Arbeit ging, da María Isabel die Woche zu sowas wie einer Fortbildung in Bogotá war und Aida sonst alleine gewesen wäre.

Trotz den Nachwirkungen, war es ein gelungener Ausflug, da wir viel Spaß hatten und ich zum ersten Mal ein bisschen mehr vom Land kennenlernen durfte.


Vergesst nicht, die fehlenden Fotos vom letzten Eintrag anzuschauen, ich habe sie inzwischen hochgeladen ;)



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