Ich bin inzwischen seit zwei Wochen in der anderen
Kindergartengruppe und fühle mich dort sehr wohl. Mir gefällt sowohl der Umgang
mit den Kindern, als auch der Umgang unter den „Profes“ (wie ich von den
Kindern auch genannt werde), der sehr freundschaftlich und herzlich ist.
Morgens frühstücken meine zwei Kolleginnen zusammen, wenn ich ankomme. Seit ich
vor ein paar Tagen erfahren habe, dass sie morgens zwischen 4.30 und 5 Uhr
aufstehen müssen, um mit dem Bus pünktlich im Colegio zu sein, kann ich gut
verstehen, dass sie morgens weder Zeit noch Lust haben zu Hause zu frühstücken.
So sitzen wir jeden Morgen zusammen, unterhalten uns und bereiten gegebenenfalls
nebenher Sachen für die Kinder vor.
![]() |
| langsam gewöhne ich mich auch an meine Arbeitskleidung und finde sie eigentlich ganz praktisch :) |
Die Kinder haben sich inzwischen auch schon an mich gewöhnt,
sodass sie oft zu mir kommen, wenn sie ein Problem haben, eine Geschichte
loswerden wollen, oder einen Spielgefährten suchen und auch wenn ich ihnen
nicht immer helfen kann, weil ich sie nicht verstehe, kommen sie immer wieder
zu mir und „plappern“ auf mich ein. Auch wenn ich manchmal ein bisschen hilflos
bin, weil ich die Kinder entweder nicht verstehe, oder ihnen nicht so antworten
kann, wie ich gerne würde, freue ich mich sehr, dass die Kinder so offen sind
und trotzdem immer wieder auf mich zukommen und es erneut versuchen!
| hier gehen wir oft mit den Kindern spazieren |
In meiner neuen Gruppe spielen die Kinder sehr viel
miteinander, sodass sie oft nicht viele Spielsachen brauchen. Das ist sehr
praktisch, denn wie ich schon erzählt habe, sind die Räume eher spärlich
eingerichtet. Sie bauen dann beispielsweise einen Bus oder eine Höhle aus Stühlen
und verstecken sich dort alle zusammen.
| Leahs Salón (Gruppenraum) |
| mein Salón |
Gestern durften einige Kinder zum ersten Mal, seit ich da
bin, ein Bild malen. Es war eher für die
größeren, aber auch die vierjährigen haben keine spezifischen Dinge mit den
Wachsmalblöcken gemalt. Ich kann mir vorstellen, dass es daran liegt, dass sie
so selten die Möglichkeit haben zu malen, doch natürlich kann es auch sein,
dass sie einfach keine Lust hatten Menschen, Tiere, Häuser, Wiesen oder
ähnliches zu malen oder dass es mit den Wachsmalblöcken zu schwierig ist.
Heute und morgen machen die älteren Kindergartenkinder (der
Preescolar) einen Ausflug zu einer Finca und eine der Erzieherinnen aus Leahs
Gruppe ist mitgefahren, weil eine der Erzieherinnen nicht mitfahren kann, da
sie ein kleines Baby zu Hause hat. Diese Erzieherin hat jedoch einen Neffen in
der anderen Gruppe, deswegen ist eine meiner Kolleginnen nun für die beiden
Tage in der anderen Gruppe und wir haben die Erzieherin der Preescolar als
Hilfe. Da sie aber natürlich nicht weiß, wie in unserer Gruppe alles abläuft,
wurde mir heute Morgen erklärt, dass ich Heute und Morgen die Aufgaben meiner
Kollegin übernehmen soll. Auch wenn es dadurch ein sehr anstrengender Tag heute
war, habe ich mich sehr gefreut, dass mir das alles zugetraut wurde, auch wenn
ich natürlich immer noch kaum Spanisch spreche und auch erst seit zwei Wochen
hier bin.
| unser Spielbereich draußen |
| Spielbereich der Preescolar, den wir auch manchmal nutzen, wenn sie noch nicht draußen sind, da es dort für die Kinder natürlich spannender ist ;) |
Wie ich schon angekündigt hatte, haben wir nun auch nach der
Mittagspause noch Aufgaben im Colegio. Dienstags und mittwochs besuche ich den
Musikunterricht, was mir sehr Spaß macht und auch ziemlich lustig ist. Der
Musiklehrer ist sehr nett, auch wenn ich ihn meistens nicht verstehe. Da er
sich so gefreut hat, dass ich Geige spielen kann und ihn versuche zu
unterstützen, hat er auch sofort beschlossen, dass ich freitags nachmittags im
Orchester mitspielen werde.
Er hat mir gleich eine Geige rausgesucht und dann kam auch schon die Klasse. Sie besteht nur aus Jungs, die alle ungefähr 16 Jahre alt sind. Als nach und nach alle eingetrudelt waren und sich ein Instrument geholt hatten, wurde ich vom Musiklehrer vorgestellt und dann teilten wir uns auch schon in Gruppen nach Instrumenten auf. Ich ging also mit drei Jungs, die auch Geige spielen, raus und zum Einspielen, spielten wir die G-Dur Tonleiter gemeinsam. Dass der Klang im Freien nicht so toll war, war dabei nebensächlich, doch es ist trotzdem schön draußen Musik zu machen. Als die Jungs merkten, dass ich kaum was verstand auf Spanisch, waren sie sehr bemüht, mir mit Händen und Füßen zu erklären, was wir als nächstes machen werden. Da sie alle seit noch nicht so langer Zeit Geige spielen, war es für mich kein Problem, das Menuett vom Blatt zu spielen und ihnen bei den schweren Stellen zu helfen. Neben der Sprache hatten wir bei der Kommunikation auch noch ein paar Schwierigkeiten, da sie die Notennamen nicht wie ich mit c-d-e-f-g-a-h lernen, sondern mit do-re-mi-fa-sol-la-si. Die Jungs schauen sich also den neuen, zu lernenden Notenpart an, überlegen sich wie die Noten heißen und merken sich die Reihenfolge. Anschließend spielen sie die Stücke eigentlich komplett auswendig. Jede Instrumentengruppe übt das gleiche Musikstück, sodass wir in den letzten 20 Minuten des Unterrichts in einem Orchester, besetzt mit Geigen, Klavier, Gitarren, Cello und Kontrabass, spielen.
Es ist immer sehr lustig mit den Jungs und es macht mir sehr Spaß immer wieder auf unterschiedlichen Geigen zu spielen (auch wenn mir letzte Woche, wegen der fehlenden Stütze unter der Geige, mein Schlüsselbein sehr wehgetan hat), Musikbegriffe wie Noten, Takt und Rhythmus auf Spanisch zu lernen und zu sehen wie man hier lernt ein Instrument zu spielen.
Er hat mir gleich eine Geige rausgesucht und dann kam auch schon die Klasse. Sie besteht nur aus Jungs, die alle ungefähr 16 Jahre alt sind. Als nach und nach alle eingetrudelt waren und sich ein Instrument geholt hatten, wurde ich vom Musiklehrer vorgestellt und dann teilten wir uns auch schon in Gruppen nach Instrumenten auf. Ich ging also mit drei Jungs, die auch Geige spielen, raus und zum Einspielen, spielten wir die G-Dur Tonleiter gemeinsam. Dass der Klang im Freien nicht so toll war, war dabei nebensächlich, doch es ist trotzdem schön draußen Musik zu machen. Als die Jungs merkten, dass ich kaum was verstand auf Spanisch, waren sie sehr bemüht, mir mit Händen und Füßen zu erklären, was wir als nächstes machen werden. Da sie alle seit noch nicht so langer Zeit Geige spielen, war es für mich kein Problem, das Menuett vom Blatt zu spielen und ihnen bei den schweren Stellen zu helfen. Neben der Sprache hatten wir bei der Kommunikation auch noch ein paar Schwierigkeiten, da sie die Notennamen nicht wie ich mit c-d-e-f-g-a-h lernen, sondern mit do-re-mi-fa-sol-la-si. Die Jungs schauen sich also den neuen, zu lernenden Notenpart an, überlegen sich wie die Noten heißen und merken sich die Reihenfolge. Anschließend spielen sie die Stücke eigentlich komplett auswendig. Jede Instrumentengruppe übt das gleiche Musikstück, sodass wir in den letzten 20 Minuten des Unterrichts in einem Orchester, besetzt mit Geigen, Klavier, Gitarren, Cello und Kontrabass, spielen.
Es ist immer sehr lustig mit den Jungs und es macht mir sehr Spaß immer wieder auf unterschiedlichen Geigen zu spielen (auch wenn mir letzte Woche, wegen der fehlenden Stütze unter der Geige, mein Schlüsselbein sehr wehgetan hat), Musikbegriffe wie Noten, Takt und Rhythmus auf Spanisch zu lernen und zu sehen wie man hier lernt ein Instrument zu spielen.
| die Gebäude der Oberstufe mit Medellín im Hintergrund |
Bis bald
Eure Cosima
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