Freitag, 4. September 2015

Gran Bazar Solidario


Letzten Samstag (29.8.) fand der Gran Bazar Solidario im Colegio statt.  Alles spielte sich auf dem Sportplatz des Colegios ab und der Erlös ging an Schüler, die sich das Schulgeld im Moment nicht leisten können, an die Reinigungskräfte und an Lehrer, die momentan finanzielle Probleme haben. In der Mitte des Sportplatzes waren Stühle und Tische aufgebaut und drum herum gab es von jeder Jahrgangsstufe einen Stand. Es wurde hauptsächlich Essen und Trinken, aber auch ein bisschen selbstgemachten Schmuck, Dekogegenstände und second-hand Kleidung verkauft.

der Sportpatz des Colegios (am Vormittag)
Nachos
die Säfte wurden am Stand natürlich frisch gemixt
 
 
"dulces traditionales"

 
 
 
 
 
 
 
 



 

Ich kam mit meiner Gastfamilie so gegen halb 11 am Colegio an und fand schnell meine beiden Kolleginnen, da der Platz noch sehr übersichtlich war. Als erstes wurde ich zur „banco“ gelotst, um mir kleine Kärtchen zu kaufen, auf denen der Wert des Geldes stand, da man auf dem Bazar nur mit diesen zahlen konnte.


gleich um 11 Uhr wurden Leah und ich von ihrer Gastmutter eingeladen etwas von ihrem Stand zu essen (frittierte Bananen und Fisch in Soße eingelegt)

 
Zu Mittag aß ich mit meinen beiden Kolleginnen einen wirklich leckeren Hamburger, (hamburguesa) trank Lulo Saft (jugo de lulo) und zum Nachtisch gab es Erdbeeren am Spieß mit Schokolade (fresa con chocolate) überzogen.
der "hanburguesa" Stand
mit Leah und Kilian
(einem ehemaligen Freiwilligen des Colegios, der ein Semester in Medellín studiert)
 

Gegen 13 Uhr hat sich der Sportplatz langsam gefüllt und mir wurden einige Leute vorgestellt. Oft hat es meine Gastmutter auch einfach so gehandhabt, dass sie mich gerufen hat, weil sie mich mit jemandem bekannt machen wollte, hat kurz gesagt, wer das ist und wer ich bin (meistens habe ich nicht verstanden, wer mein Gegenüber war) und ist dann schon weiter geeilt und ich stand mit meinem immer noch sehr spärlichen Spanischkenntnissen jemand fremdem gegenüber und habe einfach nett gelächelt und gehofft, dass mir keine Fragen gestellt werden.
Sonst habe ich aber beispielsweise die Tochter meiner Kollegin kennengelernt, die Lehrerin an der deutschen Schule hier ist, ein Mädchen aus unserer „unidad“ (wie die Wohneinheiten hier genannt werden), die ein paar Wörter deutsch kann und auch 18 ist und ein 21-jähriges Mädchen, dass mit den „Freunden“ vor einigen Jahren einen Freiwilligendienst in Deutschland zwischen Hamburg und Hannover auf einem Bauernhof gemacht hat.

 
auf der Bühne war den ganzen Tag über was los - Auktionen, Preisverleihungen, Schulband, ...


 
... und für die jüngeren Gäste gab es eine Hüpfburg und ein Trampolin (links im Bild)



zwischendurch machten Leah und ich einen Spaziergang über das Gelände


Am späten Nachmittag hat die Schulband gespielt und es wurde Bingo gespielt (was für mich super zum Zahlen lernen war;)).

Es war ein toller Tag und auch wenn es manchmal ein bisschen langweilig war (von 10.30- 18.30Uhr), hat es doch meistens Spaß gemacht und ich habe einige neue Speisen kennengelernt.

Außerdem hatten wir dafür am Montag frei, was natürlich ein positiver Nebeneffekt für uns war;)


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