Letzten Samstag (29.8.) fand der Gran Bazar Solidario im
Colegio statt. Alles spielte sich auf
dem Sportplatz des Colegios ab und der Erlös ging an Schüler, die sich das
Schulgeld im Moment nicht leisten können, an die Reinigungskräfte und an
Lehrer, die momentan finanzielle Probleme haben. In der Mitte des Sportplatzes
waren Stühle und Tische aufgebaut und drum herum gab es von jeder Jahrgangsstufe
einen Stand. Es wurde hauptsächlich Essen und Trinken, aber auch ein bisschen
selbstgemachten Schmuck, Dekogegenstände und second-hand Kleidung verkauft.
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| der Sportpatz des Colegios (am Vormittag) |
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| Nachos |
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die Säfte wurden am Stand natürlich frisch gemixt
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| "dulces traditionales" |
Ich
kam mit meiner Gastfamilie so gegen halb 11 am Colegio an und fand schnell
meine beiden Kolleginnen, da der Platz noch sehr übersichtlich war. Als erstes
wurde ich zur „banco“ gelotst, um mir kleine Kärtchen zu kaufen, auf denen der
Wert des Geldes stand, da man auf dem Bazar nur mit diesen zahlen konnte.
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| gleich um 11 Uhr wurden Leah und ich von ihrer Gastmutter eingeladen etwas von ihrem Stand zu essen (frittierte Bananen und Fisch in Soße eingelegt) |
Zu Mittag
aß ich mit meinen beiden Kolleginnen einen wirklich leckeren Hamburger,
(hamburguesa) trank Lulo Saft (jugo de lulo) und zum Nachtisch gab es Erdbeeren
am Spieß mit Schokolade (fresa con chocolate) überzogen.
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| der "hanburguesa" Stand |
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mit Leah und Kilian
(einem ehemaligen Freiwilligen des Colegios, der ein Semester in Medellín studiert) |
Gegen 13 Uhr hat sich der Sportplatz langsam gefüllt und mir
wurden einige Leute vorgestellt. Oft hat es meine Gastmutter auch einfach so
gehandhabt, dass sie mich gerufen hat, weil sie mich mit jemandem bekannt
machen wollte, hat kurz gesagt, wer das ist und wer ich bin (meistens habe ich
nicht verstanden, wer mein Gegenüber war) und ist dann schon weiter geeilt und
ich stand mit meinem immer noch sehr spärlichen Spanischkenntnissen jemand
fremdem gegenüber und habe einfach nett gelächelt und gehofft, dass mir keine
Fragen gestellt werden.
Sonst habe ich aber beispielsweise die Tochter meiner
Kollegin kennengelernt, die Lehrerin an der deutschen Schule hier ist, ein
Mädchen aus unserer „unidad“ (wie die Wohneinheiten hier genannt werden), die
ein paar Wörter deutsch kann und auch 18 ist und ein 21-jähriges Mädchen, dass
mit den „Freunden“ vor einigen Jahren einen Freiwilligendienst in Deutschland
zwischen Hamburg und Hannover auf einem Bauernhof gemacht hat.
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auf der Bühne war den ganzen Tag über was los - Auktionen, Preisverleihungen, Schulband, ...
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| ... und für die jüngeren Gäste gab es eine Hüpfburg und ein Trampolin (links im Bild) |
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| zwischendurch machten Leah und ich einen Spaziergang über das Gelände |
Am späten Nachmittag hat die Schulband gespielt und es wurde
Bingo gespielt (was für mich super zum Zahlen lernen war;)).
Es war ein toller Tag und auch wenn es manchmal ein bisschen
langweilig war (von 10.30- 18.30Uhr), hat es doch meistens Spaß gemacht und ich
habe einige neue Speisen kennengelernt.
Außerdem hatten wir dafür am Montag frei, was natürlich ein
positiver Nebeneffekt für uns war;)
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